Der 1. Januar hat etwas Eigenartiges.
Die Straßen sind leer. Die Stadt wirkt wie frisch ausgeschaltet. Und der Kopf… sagen wir: nicht auf Höchstfrequenz.
Als Kind hatte dieser Morgen für mich einen festen Auftrag. Bevor die Erwachsenen überhaupt wach waren – nach der langen Silvesternacht – sind wir raus. Und wir haben gezielt gesucht: nach nicht abgebrannten Feuerwerkskörpern.
Keine Papierfetzen. Keine Reste. Sondern genau nach dem Zeug, das noch Potenzial hatte.
Was man heute natürlich keinem Kind mehr erlauben würde – damals war das völlig normal. Und es ist nie etwas passiert. Aber dieses Gefühl ist mir geblieben: früh losziehen, wenn sonst noch niemand unterwegs ist – und schauen, was vom Vorabend noch Energie hat.
Eigentlich ein ziemlich guter Gedanke für den Start ins neue Jahr.
Während andere noch schlafen, beginnt etwas Neues
Der 1. Januar ist kein Tag für perfekte Vorsätze. Und ganz sicher kein Tag für ausgefeilte Jahrespläne.
Aber er ist ein hervorragender Tag für etwas anderes: für den ersten Schritt.
Nicht groß. Nicht final. Aber bewusst.
Vielleicht ist genau das der Vorteil dieses Morgens: Die Welt erwartet noch nichts von dir. Niemand ruft an. Niemand will Ergebnisse.
Du hast einen kleinen Vorsprung – einfach, weil du schon wach bist.
Ein Gedanke von Rilke – überraschend passend
Rainer Maria Rilke hat einmal geschrieben:
„Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen.“
Ein schöner Satz. Und heute liest er sich weniger philosophisch als praktisch.
Vielleicht waren einige Dinge im letzten Jahr gar keine Blockaden. Vielleicht waren es Trainingsreize. Oder Hinweise. Oder schlicht Feuerwerkskörper, die du noch nicht eingesammelt hast.
Das neue Jahr startet nicht perfekt – sondern beweglich
Der 1. Januar ist kein Bilanzgespräch. Er ist eher ein Warm-up.
Ein Tag, an dem man sich fragt:
• Worauf habe ich dieses Jahr wirklich Lust?
• Was darf endlich losgehen – ohne dass alles schon fertig gedacht ist?
• Wo wäre ein bisschen mehr Mut gerade wichtiger als ein perfekter Plan?
Nicht zehn Vorsätze. Nicht fünf Projekte. Vielleicht eine Richtung.
So wie damals auf der Straße: Nicht alles mitnehmen. Nur das, was noch zünden könnte.
Also: Schuhe an, Schritt nach draußen
Der Abend gestern war laut. Heute ist es ruhig – aber nicht still.
Es ist dieser Moment kurz vor dem Start, wenn man noch niemandem etwas beweisen muss und trotzdem spürt: Jetzt geht’s wieder los.
Vielleicht ist genau das der wahre Luxus dieses Tages.
PS: Wenn du dieses Jahr nicht einfach schneller, sondern klarer, wirksamer und mit mehr innerem Zug unterwegs sein willst, dann lohnt sich ein strukturierter Start. Das Next Level Success Programm beginnt wieder Mitte/Ende Februar. Schreib mir einfach „NLS“, dann schicke ich dir alle Infos.
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