đź’ˇ Das dysfunktionale System, das du dir selbst baust
Jun 15, 2026
Am 15. Juni 1215 stand König Johann von England auf dem Feld von Runnymede und unterzeichnete ein Dokument. Nicht aus Überzeugung.
Die englischen Barone hatten genug davon, dass jede relevante Entscheidung über einen einzigen Mann lief.
Das Dokument, das daraus entstand, kennt die Welt heute als Magna Carta: Der erste dokumentierte Versuch, Macht bewusst zu verteilen. Erzwungen.
811 Jahre später sitzen Führungskräfte in einer ähnlichen Rolle. Nur ohne Barone, die sie dazu zwingen.
Ich stelle in Gesprächen eine direkte Frage: Wenn du morgen zwei Wochen nicht erreichbar bist, läuft dein Team eigenständig weiter? Oder stapeln sich die Entscheidungen? Die meisten kennen die ehrliche Antwort. Und das Verblüffende: Es liegt fast nie am Team.
Im aktuellen 🎥 YouTube-Video gehe ich durch, was dahintersteckt, und zeige vier konkrete Schritte, um dieses Muster zu durchbrechen. Schau rein.
Hier der Kern in kurz:
Kopfkino erkennen.
Wer Entscheidungen selbst trifft, bekommt einen sofortigen Reward: das gelöste Problem, das Gefühl von Kontrolle. Wer abgibt, wartet lange auf dieses Signal.
âž” So entstehen Muster, die sich gut anfühlen und trotzdem Abhängigkeit erzeugen. Fast niemand baut das absichtlich. Fast jeder baut es.
Standards, gemeinsam gesetzt.
Die meisten Teams, in die ich reinkomme, haben keine gemeinsam definierten Verhaltensstandards. Sie raten, was erwartet wird.
âž” Ein Team, das weiss, wie es Prioritäten setzt, Termine hält und wann es selbst entscheidet, braucht für den Grossteil der täglichen Fragen keine Rückfrage mehr. Dieser Rahmen wird selten bewusst hergestellt.
Schmerz aushalten.
Wer echte Entscheidungsautorität abgibt, nicht nur Aufgaben, erlebt, dass Dinge anders laufen als man es selbst getan hätte. Wer dann sofort eingreift, signalisiert dem Team: Die Verantwortung war nicht wirklich gemeint.
âž” Eingreifen ist manchmal richtig. Aber es hat immer einen Preis.
Drei Fragen für diese Woche:
- Welche Aufgaben auf deinem Tisch machst du, weil sie sich gut anfühlen, und wären bei jemand anderem objektiv besser aufgehoben?
- Hat dein Team gemeinsam festgelegte Verhaltensstandards, schriftlich und verbindlich? Falls nein: Was würde sich konkret ändern, wenn es sie hätte?
- Wie lange lässt du einen Fehler deines Teams stehen, bevor du eingreifst?
âž” Mehr dazu im YouTube-Video.
Übrigens: Wer genau an diesem Thema arbeiten will, also an mehr Klarheit, einem stärkeren Team und der eigenen Führungswirksamkeit, für den läuft noch bis Ende Juni die Anmeldephase für das Next Level Success Programm. Für schnell Entschlossene gibt es aktuell noch Sonderkonditionen. Alle Infos findest du âž” hier.
„Sage niemandem, wie er eine Aufgabe erledigen soll. Sage ihm, was du erwartest, und er wird dich mit seiner Kreativität überraschen."
– George S. Patton (sinngemäss aus: War as I Knew It, 1947)
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