Man kann sich Vincent van Gogh ziemlich gut vorstellen (heute wäre übrigens sein Geburtstag): Er geht raus, Staffelei unter dem Arm, sucht sich irgendwo ein Feld, einen Baum, ein Dorf – und fängt einfach an zu malen.
Nicht perfekt vorbereitet, nicht bis ins letzte Detail analysiert. Sondern mit einer klaren Vorstellung im Kopf, was entstehen soll. Und dann setzt er es um. Konsequent. Auf seine Art. Anders als die meisten.
Nicht unbedingt ein Lebensmodell für alle Bereiche – da wissen wir, wie seine Geschichte ausgegangen ist. Aber dieser eine Punkt ist bemerkenswert: Er hat nicht gewartet, bis alles geklärt ist. Er hatte eine Richtung – und hat daraus etwas geschaffen.
Wenn ich das mit dem Alltag vieler Führungsteams vergleiche, sehe ich oft das Gegenteil. Es wird viel gedacht, viel analysiert, viel diskutiert. Alles sinnvoll. Alles nachvollziehbar. Aber die eigentliche Entscheidung, was man wirklich gestalten will, wird erstaunlich oft hinausgeschoben. Und genau dort beginnt das Problem.
Ich habe dazu ein neues Video aufgenommen:
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Der Kern dahinter gilt auch ohne Workshop: Viele starten mit Analyse, weil sich das sicher anfühlt. Zahlen, Märkte, Optionen – das wirkt professionell. Nur führt es oft dazu, dass man sich immer tiefer in Details bewegt, ohne die Richtung wirklich festzulegen.
Van Gogh hätte vermutlich nie ein Bild gemalt, wenn er zuerst alle Variablen durchgerechnet hätte. Er hatte eine Idee – und hat angefangen.
Genau das fehlt in vielen Unternehmen. Und das merkst du im Alltag: viele Themen, volle Tage, hohe Aktivität – und trotzdem bewegt sich weniger, als möglich wäre. Das liegt selten am Einsatz. Es liegt an fehlender Klarheit.
Und dann passiert etwas sehr Vorhersehbares: Das Operative gewinnt. Immer. Weil es konkreter ist, Druck erzeugt und sofort nach Fortschritt aussieht. Strategische Themen haben dagegen keine Chance, wenn sie nicht bewusst priorisiert werden.
Vielleicht hilft dir dafür ein einfacher Perspektivwechsel – ganz im Stil von Van Gogh:
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Nimm deine „Staffelei“
Entscheide bewusst, woran du wirklich arbeiten willst – nicht alles gleichzeitig. -
Wähle eine neue Perspektive
Verlasse gedanklich das Tagesgeschäft und betrachte dein Business aus einem anderen Blickwinkel. -
Fang an, bevor alles perfekt ist
Klarheit entsteht oft im Tun, nicht nur im Denken.
Am Ende geht es genau darum: weniger analysieren, mehr entscheiden – und dann konsequent umsetzen.
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