Als Führungskraft beginnt dein Tag oft mit dem Postfach und endet mit dem Gefühl, nichts Wichtiges geschafft zu haben. Dazwischen arbeitest du die Agenda anderer Leute ab. Dein Team merkt das, auch wenn es keiner wirklich ausspricht. Heute zeige ich dir drei Gewohnheiten, mit denen dein Tag wieder dir gehört.
Die erste kannst du sofort morgen früh anwenden, ja. Das ist etwas, was ich im Coaching als Dauerbrenner habe, dieses Thema, ich, ich schaffe nicht am Tag genug. Also ich frag mich am Ende des Tages: "Was hab ich eigentlich gemacht?" Und das Wichtigste aus meiner Sicht, ist, dass man das Bewusstsein entwickelt und sagt: "Ich muss Ownership von dem Tag übernehmen.
Ich muss das wieder in den Griff bekommen." Ja, und dazu gebe ich dir eben die drei entscheidenden Tipps. Ja, drei. Es gibt natürlich viel, viel mehr dazu. Wenn dich das Thema interessiert übrigens, das ist super. Auch die Sachen sind immer einfach anwendbar, aber doch nicht einfach durchzuhalten, weil da häufig unsere eben tief verwurzelten Gewohnheiten und Glaubenssätze dagegen sprechen.
Deswegen häufig ein Coaching-Thema. Wenn dich das interessiert, gerne ansprechen und wenn dir das Video gefällt, auch sehr gerne liken, damit du mehr auf YouTube ausgespielt bekommst, wenn du's auf YouTube schaust. Ansonsten im Podcast eben auch viel Spaß beim Anhören. Also steigen wir gleich mal ein mit dem ersten Tipp.
Der ist sehr einfach, wird aber sehr wenig angewendet und deswegen hier gleich mal gebracht. Also der Erste ist die Entscheidung in der ersten Stunde, ja. Die erste Stunde ist extrem entscheidend, wenn es darum geht, wie du den Tag verbringst. Weil da ist auch Psychologie dahinter. Du setzt praktisch für dein Unterbewusstsein den Ton.
Wenn du die erste Aktion am Tag, ja, die allererste Aktion im Tag schon beginnst, rein reaktiv- Dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass der restliche Tag auch reaktiv wird, weil wir uns dann selber das sagen. Also wenn du als Erstes irgendwas Reaktives machst, wie zum Beispiel auf eine E-Mail antworten am Morgen oder auf eine Nachricht, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das auch so weitergeht.
Das heißt, der Tipp ist immer, in der ersten Stunde, Stunde ist etwa so ein, eine Hausnummer. Es muss nicht eine Stunde sein, kann auch vielleicht eine halbe sein, aber, zu Beginn unbedingt etwas zu machen, was du proaktiv selber voranbringst. Also idealerweise E-Mail-Inbox zulassen, keine anderen Störungen zulassen.
Also wenn du ins Büro gehst, ist es sogar ideal, wenn du schon vorbereitet bist. Das heißt, du hast vorher einen anderen Ort, wo du das machst. Also mal so als kleiner Tipp, ja, je nachdem, wie das ist. aber ansonsten arbeitest du die erste Stunde erst mal an eigenen Sachen. Dazu kann auch eigene Weiterbildung übrigens gehören, dass du selber etwas proaktiv dir anschaust oder liest, was dir, was dich weiterbringt, ja.
Am besten ist auch irgendwas Kreatives, wo du sagst: „Okay, ich setz mich jetzt mal hin und plane mal das Projekt für die nächsten, drei Wochen" oder was auch immer das bei dir ist, ja. Irgendwelche Dinge, die du proaktiv machst, aber nicht reaktiv. Lass es aus, geh gar nicht rein, weil die Versuchung ist immer sehr hoch.
Unsere Willenskraft ist sehr begrenzt. Das heißt, lass die Trigger weg, ne. Also das unbedingt. Also das heißt, das kannst du sofort morgen anwenden. Starte nicht reaktiv in den Tag, sondern proaktiv, ja. du kannst dich ja mal fragen: Was war heute deine erste Tat am Arbeitsplatz, ja? Und bei den meisten ist es so, eben war es eben nicht, sondern war es reaktiver.
Warum machen wir das übrigens gerne? Da noch ein Hinweis dazu. Wir machen das sehr gerne, weil es uns, Freude macht, weil wir Dinge abhaken können, ja. Je mehr wir abhaken können, desto besser fühlen wir uns dabei. Und, ja, dann, weil wir dann immer so kleinen Dopaminstöße auch bekommen, ne, und sagen: „Okay, ist doch super, dann haken wir das noch ab und haken wir das noch ab und, und jenes noch.
Und schon, schon sind wir irgendwann da drin, dass wir sagen: „Hey, ist doch alles super. Wir machen doch das und das und das", ja. Und eben in der ersten Stunde zu sagen, proaktiv – ich will das jetzt hier noch mal reinschreiben auch – proaktiv zu agieren, ist eben ganz, ganz entscheidend, ja. Okay, übrigens meditieren und ein Journal führen kann auch dazu gehören.
Ja, also das nur noch dazu am Rande, ja. Okay, jetzt kommen wir gleich zur zweiten Maßnahme. Gehe ich gleich mal hier eins hinunter. Und zwar,
das ist den Spiegel vorhalten. Das ist sehr, sehr effektiv, weil ihr sagt: „Okay, wenn der Tag dir gehört, überleg dir, wie du dich verhältst." Und das, spricht im Wesentlichen an, dein Team und die Umgebung spiegelt, wie du dich verhältst.
Und wenn man das beobachtet, ist sehr, sehr spannend, was man denn so macht. Ja. Das heißt, die Standards, die man sich selber setzt, um vorbildlich im Team zu sein, die werden vom Team wiedergegeben und das passiert häufig auf der total un-unbewussten Schiene, ja. Einfaches Beispiel: Wer zu spät ins Meeting kommt, immer wieder, der setzt damit das Beispiel für die anderen auch.
Ja, gerade als Chef oder Teamleiter ist das so entscheidend, ja. Das Team ist immer der Spiegel. Das heißt, wie ich mich verhalte, so verhalten sich dann auch die anderen. Also das ist, ist so. Und, die-- Wie man damit umgeht, ist, sich selber Standards zu setzen und sagen: „So verhalte ich mich, damit ich eben den Tag besitze, damit ich Ownership vom Tag habe.
Mache ich das, mache ich das, mache ich das", ja. Und dann können die anderen, dir entsprechend folgen. Also was würde ich auch tun, wenn keiner schaut? Ne. Das ist, ganz stark. Ja, und dann gehört der Tag dir. Ja, wenn du da unsicher bist und sagst: „Ja, ich schaue eben wie die anderen sich verhalten, reagiere dann", dann bist du wieder im Reaktivmodus drin, ja.
Deswegen, das funktioniert eben sehr, sehr schlecht, ne. Deswegen lieber so nicht machen. Also klare Standards definieren und sagen: „So verhalten wir uns, so verhalte ich mich." Und das hilft sehr dabei, dass du Ownership vom Tag hast, ja. So zum Beispiel auch Vorbereitungen in Meetings, der Ton in den Meetings, wie wir uns, wie wir so sind hier, ja.
Ganz entscheidend. Unsicherheit darüber führt dazu, dass du reaktiv durch den Tag gehst,
Der dritte Punkt, das ist wieder eine sehr taktische Maßnahme. Ganz einfach. Empfehlung ist, am Wochenende, also Ende der Arbeitswoche – das ist bei den meisten Freitag – so ein kurzes Review zu machen, von einem selber, ja.
Das ist ei-- selbstverständlich in, High-Quality-Prozessen, also nach Flügen zum Beispiel, wird ein kurzes Review gemacht. Was lief, was lief nicht und so weiter. War alles in Ordnung, ja. Also das heißt, zum Beispiel eben, also das wäre das hier, lief gut oder eben lief nicht. Ja, kann man ja montieren.
Also da hab ich was versucht, aber das hat nicht funktioniert. Habe den E-Mail-Box doch wieder aufgemacht oder ich hab's eine Stunde durchgehalten. Danach ging's ja wieder wie eine Welle über mich hin und ich hab nicht den Standard implementiert, um, proaktiv zu bleiben. Und dann eben ganz wichtig, was ich ändere, ändere ich.
Ja, was ist das? Ne. das Thema ist einfach: Ohne den entsprechenden systematischen Rückblick wiederholst du dieselbe Woche 50-mal im Jahr. Das geht jedem so, geht mir auch so. Ja, man muss immer aufpassen, dass man sagt: „Okay, was, was sind denn die Sachen, die funktionieren, welche nicht funktionieren?" Das kannst du im Prinzip auch mündlich machen.
Nur, schriftlich ist einfach besser, wenn man 'ne bessere Routine hat und sagt, man schreibt das mal kurz auf. Was lief denn? Was lief nicht? Eben gerade, wenn du deine Situation eben ändern willst, denn darum geht's ja. Ne, du kannst ja alles gleich behalten, aber wenn du deine Situation ändern willst, dann ist die Empfehlung, dass du das wirklich mal schriftlich machst.
Also Freitagsreview, kurz machen. Die Zeit dazu fünf Minuten vielleicht, ja, aber ist es absolut wert. Ja, wenn du einfach so rausgehst und sagst: „Okay, die Woche ist jetzt vorbei. Ein Glück ist sie vorbei. Ich hab ja sowieso wieder nichts geschafft", dann ist das schlecht. Dann solltest du lieber sagen: „Okay, was können denn die Ursachen sein, dass ich wieder nichts geschafft habe?
Ja. Wie gut war ich denn da drin, das und das zu machen?" Also es gibt da übrigens noch, kleiner Bonustipp, ganz, ganz wichtig, was man machen kann, ist diese Technik, dass ich mich immer fragen kann, Wie stark habe ich mich bemüht Das und das zu machen. Wie stark habe ich mich bemüht, das und das zu machen? Wie stark habe ich be-- mich bemüht, am Morgen meine Inbox nicht aufzumachen? Wie stark habe ich be-- mich bemüht, vorbereitet ins Meeting zu gehen? Und da kannst du dich auf 'ner Skala eins bis zehn bewerten für jeden dieser Punkte an jedem Abend.
Und, das mer-- da merkt man dann dran, hat man sich bemüht oder nicht. Ganz wichtig: Habe ich mich bemüht, ist wichtig, nicht das Ergebnis. Das Ergebnis kann auch durch andere Dinge beeinflusst werden. Das Entscheidende ist, das, habe ich genug, wirklich darauf geachtet, das zu tun. Das ist das Entscheidende für Verhaltensänderung, ja.
Und deswegen, diese Sachen machen, auf diese drei Punkte bezogen, die ich jetzt gerade genannt hab, das einfach jeden Abend mal kurz bewerten oder spätestens einmal in der Woche, habe ich mich entsprechend bemüht, das zu machen. Dann wirst du immer merken, wenn du überall nur 'ne drei drin hast oder unter fünf zumindest, da ist dann Potenzial drin.
Du, du strengst dich selber nicht genug an, das zu tun, ja. Und dann wird's auch nicht funktionieren. Noch 'n Bonustipp dazu ist,
sich dazu unbedingt einen Sparringspartner zu suchen. Ja, das ist sackstark, wenn man dann da reingeht und sagt: "Okay, ich bespreche das mit jemandem zusammen und mach das nicht alles alleine."
Ja, weil dann hat man 'n bisschen Accountability da drin, ja. Das, ist eben das Entscheidende. Natürlich, noch bessere Variante ist, sich gleich 'n Coach zu suchen und mit 'nem Coach das zu machen. Also dass man sagt: "Okay, wie weit bist du denn?" Weil ein Coach natürlich keine Hemmungen hat normalerweise. Also ich hab jedenfalls als Coach da wenig Hemmung, die Person dann immer direkt drauf hinzuweisen und die entsprechenden unangenehmen Fragen zu stellen, weil darum geht's ja, sonst kommt man ja da nicht voran.
Also, dein Tag gehört eben dir, wenn du diese Maßnahmen entsprechend umsetzt. und, kannst dich ja mal selber fragen und auch in die Kommentare gerne schreiben, bei welchem der Hebel fehlt dir im Moment am meisten, ja. ich hatt schon angeboten, wir können da gern mal drüber sprechen.
Es gibt hier irgendwie 'n Link, wo du einfach 'n, Gespräch mit mir aufsetzen kannst. Und ansonsten, wenn dir das gefällt, es gibt hier ein Video, was direkt auf das nächste Thema geht, nämlich die drei unsichtbaren Energieräuber im Führungsalltag, die dich eben zum Beispiel daran hindern, immer deine Ergebnisse zu erreichen.
Du findest den Link hier auf dem Bildschirm irgendwo und dann sehen wir uns dort. Bis dann.