Ich sage das direkt, weil es niemand sonst sagt. Die meisten Führungskräfte, die ich begleite , wollen zu sehr gemocht werden. Das klingt hart, ist aber meine ehrliche Beobachtung aus fünfzehn Jahren Coaching und über hundertfünfzig Kundenprojekten, ja. Und dieser Wunsch nach Zustimmung kostet mehr, als die meisten ahnen.
Unbequeme Entscheidungen werden aufgeschoben, klare Standards werden aufgeweicht, Leistung, die nicht stimmt, wird nicht angesprochen. Heute geht es also um die Frage, wie du aus dieser Falle ausbrichst und zwar mit drei großen Schritten,
bevor wir da einsteigen, übrigens noch ein kurzer Hinweis: Ich habe ja, ein, Praxis-Leitfaden, die sieben versteckten Führungsfehler, die dich jeden Tag Zeit kosten. in der Beschreibung findest du den Link. Das könnte dann sehr relevant sein, auch für dich, um auch andere Fehler zu erkennen.
Aber jetzt kommen wir hier zu dem, wie schon angekündigt:
Beliebtheit ist die falsche Messlatte, ja. Führungskräfte sind nicht dazu da, geliebt zu werden. Das wird oft verwechselt. Und wir haben das natürlich als, Programmierung in uns drin, dass jeder möchte gemocht werden, jeder Mensch, ja, die soziale Anerkennung.
Nur wenn du führst, dann bist du da oft in einem Widerspruch, Du, führst eben trotz manchmal unbeliebter Maßnahmen. Das ist so entscheidend, ja. Also, es bringt einfach nichts, wenn du von allen gemocht wirst, aber nicht die Ergebnisse zustande bringst. Ich hatte in der Vergangenheit solche Führungskräfte tatsächlich erlebt, ja, und die sind dann sehr nett, aber ich sag mal: „Okay, was bringen wir hier denn wirklich voran?"
Umgekehrt bringt natürlich, Ergebnisse, ohne dass man beliebt ist, natürlich verringert den Einfluss. Also auch ganz klar. Ich zeige dazu übrigens gleich ein Diagramm, was da sehr aufschlussreich ist. Da komme ich gleich dazu. Aber erst mal, Beliebtheit ist die falsche Messlatte, Das Bewusstsein darüber ist schon mal ganz, ganz wichtig.
Mal eine Frage als Selbstcheck, ja: Hast du in den letzten vier Wochen eine Entscheidung getroffen, die jemandem nicht gefallen hat? Wenn nein, da-- vor allen Dingen Leuten aus deinem Team. wenn nein, dann bist du wahrscheinlich eher auf der Seite des immer beliebt sein Wollens. wenn du hier sagst, jeden Tag treffe ich Entscheidungen, die keinem aus meinem Team gefallen, dann bist du vielleicht auf der anderen Seite.
Aber das kann mal 'n guter Check sein. Wie oft treffe ich denn Entscheidungen, die den Leuten nicht gefallen, ja? als Führungskraft hat man immer auch die Verantwortung für das Unternehmen. Vor allem. Also, dafür wird man vor allem bezahlt. Fürs Team insofern, dass das Team die maximale Leistung bringt, dabei Freude hat, ja, und das Team auch nachhaltig funktioniert.
Ja, aber nicht umgekehrt, Zweiter wichtiger Aspekt dabei ist,
Konfliktvermeidung kostet mehr, als man häufig denkt. Ja, weil Dinge dann einfach weitergezogen werden, ohne dass Dinge angesprochen werden. Also Leute machen einfach so weiter. Im Prinzip dann so am Ende Dienst nach Vorschrift. Man spricht dann lieber Sachen nicht an, man ti-- man tippt unter den Tisch.
Das ist ein ganz toxisches Verhalten. Ich mag eigentlich dieses Wort sonst nicht, weil das oft übertrieben wird, aber, Konflikt, vermeidung kann ganz, ganz viel kosten und das ist häufig gar nicht klar, ja. ein Konflikt, der offen angesprochen wird, wenn es wirklich bei der sachlichen Argumentation bleibt, der kostet, einige Minuten Diskussion.
Wenn der aber unter dem Tisch bleibt, dann kann das Tage, Wochen, Monate, Jahre sein. Manchmal, die einfach da schwelen. Das weißt du aus den persönlichen Beziehungen auch und das gilt halt genauso auch im Unternehmen, ja. Frage zum Selbstcheck wiederum: Gibt es aktuell ein Thema in deinem Team, das du schon länger vor dir herschiebst, aber noch nicht adressiert hast?
Häufig gehören dazu übrigens, Leistung, verbesserungsfähige Leistung von einzelnen Teammitgliedern. Riesenthema, ja. Jeder redet drüber, warum die Leute das machen. Wird aber nicht angesprochen, Man sagt: „Okay, ja, können wir nicht machen. Brauchen doch die Kollegen. Kommt man gut miteinander aus", auch so Verhaltensweisen, also Konflikte, ganz, ganz, hei-heißes Thema, ja.
Das heißt, Klarheit darüber zu schaffen, Konflikte offen anzusprechen. Ein ganz wichtiges Thema und geht oft diametral zu dem, dass ich immer gemocht werden muss, weil bei der einen oder anderen Konfliktpartei bin ich dann nicht mehr gemocht in dem Moment. Das ist völlig klar. So, und, der dritte große wichtige Aspekt ist, also nachdem wir hatten eben als Nummer eins, warum Beliebtheit die falsche Messlatte ist, Nummer zwei, was Konfliktvermeidung wirklich oft kostet.
führen heißt, mit Unzufriedenheit leben zu können. Das heißt, vom Mindset her muss ich mir vorstellen, sobald ich eine Führungsperson bin, muss ich damit leben können, dass, Leute unzufrieden sind. Auch dass ich selber manchmal unzufrieden bin, ja, dass Dinge manchmal nicht so funktionieren.
Ich muss das aushalten können. Ich sage immer gerne, Führungskräfte bekommen auch ein Schmerzensgeld dafür, dass sie, solche Dinge aushalten können müssen. Ja, ich bin nicht immer happy mit allem, was da gemacht wird. Na ja, es geht aber eben nicht darum, dass ich mich bei den Leuten immer den beliebt mache, sondern sage: „Okay, da steh'n wir dann mal zu."
Das ist nicht 'ne angenehme Sache und das ziehen wir jetzt trotzdem durch, ja. Die Frage ist also nicht, ob dich alle mögen. die Frage ist, ob dein Team dir vertraut. Und es vertraut häufig mehr mit Leistung, ja. Und jetzt,
bring ich mal noch die angekündigte Übersicht, Grafik, die sehr, sehr helfen kann in der Einordnung.
Wenn ich hier die zwei, die zwei Achsen habe Auf der einen Seite Beliebtheit, hier oben auf der Vertikalen und auf der horizontalen Ergebnisorientierung. Das sind schöne Dimensionen. Also Führungskräfte tendieren, sind immer, wollen immer beliebt sein oder, sind sehr ergebnisorientiert. Am besten eben beides.
Jetzt, gehen wir das mal Schritt für Schritt durch. Natürlich der Quadrant, also man hat vier Quadranten. Der Quadrant, wo sofort klar ist, was da ist. Also wenn ich ganz unten bin. Ich bin weder beliebt, noch, habe ich eine Ergebnisorientierung. Dann bin ich natürlich verloren, Also das heißt, da läuft dann gar nichts und das heißt genauer weder Beziehung noch Ergebnisse.
Das heißt, da werde ich nicht lange überleben, Also das, ganz klar, das gibt es auch manchmal und da muss ich da eben raus, Also das ist ganz klar, die, die Folge davon ist, den Exit wahrscheinlich zu suchen oder der wird mir gesucht. Das ist ja einfach. Jetzt kommen wir zu zwei Quadranten, die immer so ein bisschen so 'ne, so eben, so dazwischen hängen.
Und zwar ich bin sehr beliebt, hab aber relativ wenig, Ergebnisse, die ich bringe. Das hatte ich auch eingangs schon geschildert. Da bin ich so everybody's darling, Das war genau dieses Beispiel. Und sagen: "Ich werde von ihm geliebt." Und wozu das eben führt. Ich werde gemocht, aber es bewegt sich wenig.
Ich bringe wenig voran. Ja? Und das ist eben, nicht nachhaltig. Übrigens das Team mag das auch nicht. Das Team mag das auch nicht. also wenn du Leistungsorientierung haben willst, dann ist das für, für leistungsorientierte Menschen ist das toxisch, also ist das, ist das ganz schlecht,
Also sagen: "Okay, ich finde die Person zwar nett und, ich mag sie auch, aber wir bringen ja nichts voran." Ja. Das, funktioniert nicht gut. Und dann haben wir den Quadranten sehr hohe Ergebnisorientierung, aber nicht richtig beliebt. Dann bin ich ein Antreiber. Das kann auch ganz gut funktionieren im Unternehmenssinne.
Nur ich muss sehen, dass ich eben die Leute nicht verbrenne. Ergebnisse da, aber wenig Bindung, wenig langfristiger Einfluss. Auch die Leute springen mir irgendwann ab, Das heißt, da habe ich mit dem Problem zu kämpfen, dass mein Team nicht stabil ist.
Und wenn die alle so leistungsorientierte Antreiber sind und das Team nur aus solchen Leuten besteht, was sehr unwahrscheinlich ist, ja, dann werden die sich gegenseitig sehr stark beharken. Dann gibt es dieses Alphamännchen-Syndrom, also das heißt, das ist meistens auch nicht, ist nicht nachhaltig.
Das funktioniert nicht. Und jetzt ist natürlich klar, wo immer das, der goldene Weg liegt. Das ist natürlich immer in solchen Darstellungen, das rechts oben der Quadrant. ich bin wirklich der Leader. Also wirklich in dem Sinne, ich bin eine Führungsperson, ich habe gute Beziehungen und starke Ergebnisse und das geht gemeinsam.
Dadurch habe ich eben, wenn man es mal so nimmt, dadurch habe ich... Nachhaltigkeit.
Und Top-Ergebnisse. Beides, Mit einem Team, was stabil ist und stabil läuft. Ganz einfach, diese Darstellung. Nur wenn man sich mal bewusst ist, wo stehe ich denn, dann immer darauf zu achten: Achtung, nicht nur beliebt sein, Ergebnisse bringen. Und am besten, will man eben dorthin,
Und das wird eben oft übersehen. Deswegen die Eingangsthese war: bist du wahrscheinlich zu beliebt und das wollen eben nur sehr wenige hören, aber die meisten, mit denen ich zu tun habe, sind zu sehr auf dieser Beliebtheitsschiene, ja, und wollen allen gefallen. Wenn du geliebt werden willst, kauf dir 'n Hund und werd keine Führungskraft.
Ist noch ein guter Schluss dazu. Also, das, geht sonst nicht voran für dich in deinem Erfolg.
wenn du systematisch an deiner Führungsarbei- Führung arbeiten willst, dann hab ich dazu ein Video, wo ich durch die wichtigsten Schritte der Entwicklung, um aufs nächste Level zu kommen, durchführe. Du findest den Link zu diesem Video hier irgendwo auf diesem Bildschirm.
Einfach raufklicken und dann sehen wir uns dort. Bis dann.
Ciao.