Wenn ich dein Team heute frage was sind eure drei wichtigsten strategischen Prioritäten, bekomme ich dann eine klare einheitliche Antwort. Oder eher fünf, sechs, sieben, acht, neun verschiedene. Und dann die Anschlussfrage, woran arbeitet ihr eigentlich den ganzen Tag? Womit verbringt ihr wirklich den Großteil eurer Zeit?
Zahlt das auf diese Prioritäten ein oder ist das meiste einfach nur operativ? Und genau da siehst du die Diskrepanz. Und das ist der Punkt, den die meisten komplett unterschätzen. Wenn das so ist, dann heißt das nicht, dass ihr irgendwie kein gutes Team seid oder die Leute nicht arbeiten können. Im Gegenteil das zeigt, dass ihr als Team noch extrem viel Potenzial habt und längst nicht da seid, wo ihr eigentlich sein könntet.
In diesem Video zeige ich dir deswegen drei Dinge. Erstens. Wie du überhaupt echte strategische Prioritäten definierst, also nicht nur zehn Themen, sondern wirklich die wenigen die den Unterschied machen. Zweitens warum die meisten genau daran scheitern obwohl sie denken, sie wären fokussiert und wo der eigentliche Denkfehler liegt.
Und drittens, wie du sicherstellst dass dein Team diese Priorität nicht nur kennt. Sondern im Alltag auch wirklich danach arbeitet. Das ist oft der entscheidende Punkt. Bevor wir in diese Schritte gehen, lass mich dir eine ganz einfache Situation geben, die ich ständig sehe und in der du dich wahrscheinlich wiedererkennst.
Du sitzt in einem Meeting. Es geht um die nächsten Monate. Jeder bringt Themen mit. Noch ein Projekt hier, noch eine Initiative da, noch ein Thema. Ach ja, das hatten wir doch schon mal. Das ist aber auch wichtig. Genau. Und am Ende. Da hast du eine Liste, eine Langeliste. Und jeder im Raum hat irgendwie das Gefühl, ja, das ist alles wichtig.
Und genau da passiert der Fehler. Weil in dem Moment, in dem alles wichtig ist, ist nichts mehr wirklich wichtig. Ich sehe wirklich diese Listen immer wieder. Und genau deshalb kommen wir jetzt zu den fünf Schritten Mit denen du genau das sauber auflöst. Weil genau hier entscheidet sich, ob ihr beschäftigt seid oder wirklich wirksam, das volle Potenzial ausschöpft.
Bevor wir in diese Schritte gehen, ganz kurz ein Hinweis weil ich genau zu diesem Thema oft gefragt werde. Ich habe ein E-Book erstellt, das heißt von Mitarbeitern. Zum Gewinnerteam ein Praxisleitfaden für Führungskräfte. Da geht es genau darum, wie du Führung Klarheit und Umsetzung im Team sauber aufsetzt.
Wenn du das haben willst, schreib einfach Gewinnerteam in die Kommentare, dann schicke ich dir den Link. Nun zurück zum Thema dieses Videos. Klarheit ist eigentlich nichts Komplexes wirklich nicht. Sie wird nur kompliziert gemacht durch zu viele Themen, zu viele Initiativen, zu viele Dinge gleichzeitig und das gilt nicht nur für das Unternehmen oder für das Team, sondern ganz genauso für dich persönlich.
Die Frage ist immer, woran arbeitest du und zahlt das wirklich auf das ein, was dir wirklich wichtig ist? Und genau deshalb gehen wir jetzt Schritt für Schritt durch, wie du das sauber aufsetzt. Du wirst sehen, das ist nichts Komplexes aber es ist extrem konsequent und wirksam. Nummer 1. Ein klares Zielbild.
Ich sage ja immer wieder, strategische Prioritäten kommen immer aus einem klaren Zielbild. Das heißt, ich muss wissen, wohin ich will und warum ich dorthin will. Klingt banal aber ist es nicht. Ich würde sagen, aus meiner Erfahrung, 90% der Führungskräfte, mit denen ich arbeite, haben genau das nicht wirklich klar.
Da hörst du dann Dinge wie, wir wollen wachsen, wir wollen besser werden, wir wollen innovativer sein. Aber was heißt das konkret? Das ist keine Richtung, das ist Nebel. Ein klares Zielbild ist konkret, greifbar und entscheidungsfähig Und ganz wichtig, es hat Relevanz für dich selbst und für die Menschen, die es umsetzen sollen.
Wenn jemand nicht versteht warum ein Ziel für ihn oder sie überhaupt wichtig ist und relevant ist, dann wird es nie Priorität im Alltag. Das geht dir genauso. Dann bleibt es ein Satz auf einer Folie oder irgendwo im E-Mail. Und genau das gilt übrigens auch für dich persönlich. Wenn du ein Ziel hast, bei dem du die Relevanz nicht wirklich fühlst, dann wirst du immer wieder andere Dinge vorziehen.
Das kennst du mit Sicherheit. Und noch ein Punkt. Viele sind es gar nicht gewohnt in dieser Klarheit zu denken. Das heißt, sobald es konkret wird, entsteht innerer Widerstand, weil Unklarheit auch bequem sein kann. Ein klares Zielbild zwingt dich nämlich zu Entscheidungen. Das ist oft unangenehm. Das ist aber genau der Grund, warum es so selten wirklich klar ist.
Kommen wir zum Punkt Nummer zwei. Schritt Nummer zwei. Radikaler Auswahl. Ich sage das immer wieder, Priorität ist eigentlich ein Singular, gibt nur eine und trotzdem sehe ich ständig Listen mit 8, 9, 10 strategischen Prioritäten, manchmal mehr und ganz ehrlich, das funktioniert eben nicht, das weißt du auch selber, maximal 3, mehr nicht, alles darüber ist keine Priorisierung mehr, das ist einfach eine Sammlung von Themen und jetzt kommt der Punkt, der wirklich wichtig ist und uns fällt das extrem.
Schwer. Wir sind darauf programmiert Dinge hinzuzufügen Noch ein Thema, noch eine Initiative, noch etwas, das auch wichtig ist. Weglassen fühlt sich falsch an. Es fühlt sich an, als würden wir etwas verlieren Und genau deshalb entsteht innerer Widerstand, wenn es darum geht, Dinge bewusst nicht mehr zu tun.
Das geht jedem so. Das geht auch mir so, ganz klar. Aber genau da liegt der Hebel. Hier entscheidet sich, ob du wirklich Fortschritt machst oder einfach nur beschäftigt bleibst. Fokus entsteht nicht durch mehr, sondern durch weniger. Es gibt im Englischen diesen Satz, bring a few things a mile forward instead of many things an inch.
Und genau das beschreibt es perfekt. Die unbequeme Wahrheit ist, jede zusätzliche Priorität reduziert die Wahrscheinlichkeit dass überhaupt etwas wirklich umgesetzt wird. Das heißt, du arbeitest hier aktiv gegen deinen natürlichen Instinkt. Aber genau das ist notwendig wenn du wirklich Wirkung erzielen willst.
Deswegen ist es so wichtig, sich das bewusst zu machen. Kommen wir zum dritten Schritt. Das Warum. Ja, das Warum. Der Punkt der wird fast immer übersprungen aus meiner Sicht und genau das macht eben später Probleme. Warum ist diese Priorität wirklich wichtig? Und ich meine nicht nur oberflächlich, sondern so, dass du es wirklich fühlst, dass es trägt wenn es schwierig wird.
Dann denn das wird passieren. Es wird immer irgendwie schwierig werden, zumindest bei wirklich substanziellen strategischen Initiativen und Themen. Operative Themen werden lauter, kommen in den Vordergrund, kurzfristige Anforderungen werden geringer Energie lässt nach und wenn das Wachstum nicht stark genug ist, also das Warum, sorry, das Warum nicht stark genug ist, verlierst du den Fokus.
Es gibt dazu spannende Erkenntnisse aus der Transformationsforschung zum Beispiel von John Kotter, der Change-Papst sage ich immer. Viele Initiativen scheitern nicht daran, dass die Idee schlecht ist, sondern daran, dass die Dringlichkeit nicht tief genug verankert ist. Und auch Chip und Dan Heath beschreiben das sehr gut, in dem Buch Switch vor allem unterscheiden sie zwischen Reiter und Elefanten. Der Reiter ist dein rationales Denken, also das, was versteht was zu tun ist. Der Elefant ist das Emotionale, das, was dich wirklich in Bewegung bringt. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Der Reiter kann noch so genau wissen, was wichtig wäre. Wenn der Elefant sich nicht bewegt, passiert nichts.
Das heißt, dein Warum Muss den Elefanten erreichen, es muss emotional sein, spürbar, sonst bleibt alles logisch richtig, aber nichts wird umgesetzt. Warum ist dein Stabilitätsanker? Ohne das bricht dir Fokus früher oder später weg, egal wie gut dein Plan ist. Übrigens kennst du das auch immer, wenn Folien voll sind mit logischen Dingen und trotzdem erreichen sie die Leute nicht in Aktion.
Ich habe ja auch das Thema Kommunikation hier in Videos. Dass das ein großer Fehler ist, wenn man Wirkung erreichen will. Dass das eben nicht ausreicht sondern ich muss die Emotionen reinbringen. Das geht zum Beispiel durch Storys und Geschichten und solche Dinge. Kommen wir zum Schritt Nummer 4. In die Umsetzung.
Klare Schritte. Und der Kalender zählen da. Viele glauben eben, sie hätten strategische Prioritäten. Nehmen wir mal an. In Wirklichkeit haben sie gute Absichten. Das ist ein Unterschied. Umsetzung beginnt mit klaren Schritten. Aber sie wird erst real, wenn sie im Kalender steht. Und dann wirklich auch natürlich, wenn man auf den Kalender schaut.
Der Unterschied ist simpel. Es ist Zeit dafür reserviert oder nicht. Nehmen wir mal ein eigenes Beispiel. Diese YouTube-Videos hier. Jede Woche ein Video. Das ist für mich eine strategische Priorität, weil ich Sichtbarkeit aufbauen will und Vertrauen in meine Zielgruppe. Und damit das funktioniert, muss ich mir, plane ich ganz konkret Zeit ein in den Kalender Früher habe ich das eher ad hoc gemacht, je nachdem, was mir gerade so eingefallen ist und dann mache ich mal schnell ein Video.
Das Ergebnis war deutlich schwächer. Heute ist das geplant strukturiert und wiederholbar. Vielleicht merkt man das auch an der Qualität der Videos. Und genau das ist der Unterschied. Nicht Motivation, nicht Disziplin, sondern Struktur. Und auch hier gibt es interessante Zahlen. Studien von Deloitte zeigen, dass ein Großteil der Arbeitszeit für Abstimmung, Meetings und Reaktionen drauf geht.
Wenn du nichts aktiv einplanst, gewinnt automatisch das Operative. Einplanen und natürlich durchführen. Und jetzt kommt der Punkt, Schritt Nummer 5, der oft unterschätzt wird. Fokus passiert nicht einfach. Fokus ist etwas, das du aktiv schützen musst. Es geht also hier um Fokus schützen. Denn im Alltag wirken Dinge häufig auf dich ein.
Natürlich spontane Anfragen Meetings ohne echten Mehrwert, Themen anderer, die plötzlich dringend werden, die Feuerlöschaktionen. Das kennen wir, das können wir nicht wegleugnen. Aber wenn du hier keine bewusste Entscheidung triffst, passiert fast immer das Gleiche Das Dringende verdrängt das Wichtige. Das kennen wir alle.
Das ist alles dringend. Und genau deshalb brauchst du so etwas wie ein Schutzschild. Also klare Grenzen, klare Nein-Entscheidungen und bewusste Steuerung deiner Verfügbarkeit. Diese Dringlichkeit ist übrigens... Aber häufig, scheinbar, die ist nicht wirklich dringlich. Das, was der vorhin zitierte John Kotter meint mit der Dringlichkeit, ist, dass ich das wirklich für strategische Transformationen verwende und nicht nur für scheinbar was mal kurz reinkommt.
Das ist ein Riesenunterschied. Wir machen uns da häufig was vor mit der Dringlichkeit. Aber eben, die Steuerung deiner Verfügbarkeit, es klingt simpel ist es aber nicht. Was hier genau entscheidet sich, ob du deine Prioritäten eben wirklich lebst. Oder nur darüber sprichst und sagst, das wäre eigentlich die Priorität.
Hier schließe ich übrigens den Kreis. Wenn dir dein Warum wirklich klar ist, das Warum, Schritt 3, fällt es dir deutlich leichter genau diese Entscheidung zu treffen. Und genau das kannst du übrigens ganz einfach prüfen mit der Frage vom Anfang. Was sind eure drei wichtigsten strategischen Prioritäten?
Wenn darauf keine klare einheitliche Antwort kommt, weißt du sofort, wo du ansetzen musst. Und wenn du jetzt merkst dass bei euch genau das passiert, dass strategische Themen immer wieder untergehen, Immer wieder verschoben werden, obwohl eigentlich klar ist, dass sie wichtig sind, dann solltest du dir als nächstes genau dieses Video anschauen.
Du siehst hier den Link, warum strategische Themen liegen bleiben und was du dagegen tun kannst. Weil genau da gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns an, warum das Ganze in der Realität dann trotzdem nicht umgesetzt wird. Also, klick da jetzt rein, dann sehen wir uns dort. Bis dann.