Wenn du dir Mitarbeiterbefragungen anschaust kommen fast immer zwei Themen nach oben. IT-Systeme und Kommunikation. Beim Thema Kommunikation wird es spannend, weil das eben kein Soft-Thema ist, sondern das, womit die meisten einen Großteil ihres Arbeitstages verbringen. Und trotzdem funktioniert es in vielen Unternehmen nicht wirklich gut.
Also ist die eigentliche Frage, wie kann es sein, dass wir so viel kommunizieren und es trotzdem nicht wirklich wirkt. Das höre ich auch immer wieder von Führungskräften in Einzelgesprächen. Unsere Kommunikation ist nicht optimal. In diesem Video zeige ich deswegen drei Dinge. Erstens warum Kommunikation in vielen Fällen gar nicht das eigentliche Problem ist.
Zweitens woran es wirklich liegt, dass Botschaften nicht ankommen, obwohl viel kommuniziert wird. Und drittens... Die drei entscheidenden Hebel, mit denen du deine Kommunikation als Führungskraft sofort klarer, einfacher und wirksamer machst. Klingt gut, oder? Und tatsächlich, das geht. Und bevor wir in die drei Hebel gehen, ist eine Sache noch ganz wichtig zu verstehen.
Wenn man sich anschaut wie Arbeit heute funktioniert, dann besteht ein Großteil davon aus Kommunikation, Abstimmung, Abstimmung Abstimmung und so weiter. Und gleichzeitig passiert Folgendes Eine Studie der Economist Intelligence Unit Eine internationale Forschungsorganisation zeigt, dass rund 44% der Projekte durch schlechte Kommunikation verzögert werden oder nicht sauber laufen.
Ich glaube übrigens, der Prozentsatz könnte noch viel höher sein. Das heißt, es wird nicht zu wenig kommuniziert, es wird extrem viel kommuniziert, aber es passiert zu wenig damit. Und genau dieser Widerspruch ist der Kern. Viel Kommunikation, wenig Wirkung. Deswegen sagen so viele, die Kommunikation passt nicht, nicht weil nichts gesagt wird, sondern weil das, was gesagt wird, keine Konsequenz hat.
Der Punkt ist, es wird viel gesagt, aber es passiert zu wenig und genau da setzen wir jetzt an. Wenn du das sauber auseinander ziehst, bleiben drei entscheidende Hebel, die sofort Wirkung entfalten und die schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an. Ganz kurz noch, bevor wir da reingehen, Kommunikation ist ein extrem wichtiger Hebel, aber nur ein Teil davon, wie du aus deinem Team ein echtes Gewinnerteam machst.
Wenn du dazu einen umfassenden Überblick haben willst, anwendbar, dann habe ich dir dazu ein komplettes E-Book zusammengestellt von Mitarbeitern zum Gewinnerteam eine Anleitung oder ein Praxisleitfaden für Führungskräfte. Wenn du das haben willst, schreib einfach Gewinnerteam in die Kommentare, ich schicke dir das zu.
So, jetzt gehen wir aber direkt rein in den ersten Hebel für wirksame Kommunikation. Und dieser erste Hebel. Der ist so banal, dass er fast immer übersehen wird. Seht im Wald vor lauter Bäumen nicht. Und das ist Klarheit. Also die Frage ist doch, warum kommunizierst du überhaupt? Die meisten kommunizieren, weil man halt kommuniziert, weil ein Meeting ansteht weil ein Update raus muss, noch schnell das E-Mail.
Aber genau da liegt der Fehler. Du kommunizierst ohne dir klar zu sein, was du auslösen sollst Und deshalb passiert danach nichts. Oder zumindest nicht das, was du willst. Vielleicht etwas ganz anderes. Das ist etwas aus meiner Erfahrung – ich arbeite ja wirklich mit hunderten von Führungskräften zusammen – wirklich ein Thema. Also kann ich wirklich sagen, erstaunlicherweise die Klarheit dessen was ich eigentlich will. Die entscheidende Frage ist also nicht, was sage ich oder was habe ich gesagt, sondern was passiert jetzt dadurch? Was passiert dadurch? Was willst du auslösen? Und wenn diese eine Frage, wenn du die nicht beantworten kannst, dann war deine Kommunikation im Grunde wertlos.
Das ist hart, aber Das ist Realität, weil Kommunikation kein Selbstzweck ist. Am Ende geht es immer um Veränderung Entweder jemand tut etwas anders oder jemand denkt etwas anders. Wenn beides nicht passiert, war es reine Beschäftigung. Die Leute haben was gelesen oder gehört und es passiert nichts damit.
Und genau das ist das Problem in vielen Unternehmen. Es wird kommuniziert ohne Konsequenz. Und dann sagen die Leute, ganz klar, die Kommunikation ist schlecht. Also zum Beispiel in Mitarbeiterbefragungen. Was sie eigentlich meinen, ist meist was anderes. Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Und jetzt wird es interessant, Meta-Analysen der Arbeitspsychologie zeigen, dass Leistung messbar abfällt, wenn nicht klar ist, was erwartet wird.
Das ist eigentlich ganz logisch aber eben auch dazu gibt es eben Studien. Das heißt, die Leute leisten nicht schlechter oder bringen weniger, weil sie nicht wollen, ganz klar nicht, oder nicht können, sondern weil sie nicht genau wissen, was sie tun sollen und was wichtig ist. Und das ist ein Führungsproblem.
Das ist wirklich real. So, also du bist hier im richtigen Video, wenn du da besser werden willst. Ich sehe das eben ständig. Führungskräfte denken ist doch klar. Und das Team denkt, was genau soll ich jetzt tun? Warum? Weil du zwei Denkfehler hast. Du weißt mehr als die anderen und merkst nicht, was du gesagt hast.
Und du überschätzt, wie klar du bist. Und genau daraus steht dieses Muster Alle nicken, alle gehen raus, vielleicht bestenfalls Und jeder macht etwas anders. Nicht, weil die Leute dumm sind oder es nicht verstehen, sondern weil du nicht klar warst. Das ist so entscheidend Im 1 zu 1 Coaching habe ich das immer wieder, das Thema.
Und genau deshalb ist der erste Hebel nicht mehr kommunizieren, sondern klarer Ganz konkret, bevor du etwas sagst, stell dir eine einzige Frage. Was ist nach meiner Kommunikation konkret anders als vorher? Und wenn du darauf keine klare Antwort hast, sag es lieber nicht. Klarheit ist kein Stilmittel Klarheit ist ein Produktivitätshebel und ein Führungsinstrument.
Für sich selber übrigens auch. So, kommen wir zum zweiten Hebel, nach der Klarheit der wird oft brutal unterschätzt Einfachheit. Viele sagen, unsere Themen sind komplex stimmt, aber das ist keine Ausrede für schlechte Kommunikation. Die Arbeit ist komplex deine Kommunikation darf es nicht sein, weil das eigentliche Problem nicht ist, dass die Leute nicht wollen, sondern dass sie es nicht verstehen können.
Und genau da verlierst du Wirkung, natürlich nicht wegen des Inhalts sondern wegen deiner Verpackung. Ein unglaublich unterschätztes Thema. Effektive Kommunikation ist einfach. Menschen können nur eine begrenzte Menge gleichzeitig aufnehmen. Es geht jedem so, es geht dir so mir so, jedem. Wenn du zu viel sagst passiert etwas Paradoxes es kommt weniger an.
Das geht dir und mir ganz genauso, habe ich schon gesagt. Und das siehst du überall. Zu lange E-Mails, zu volle Präsentationen, Meetings ohne Struktur. Alle denken, sie hätten alles erklärt Ja, aber nichts davon wirkt wirklich. Und das ist messbar. Auch wiederum nochmal die Economist Intelligence Unit zeigt, dass schlechte Kommunikation Produktivität senkt und Stress erhöht.
Das ist kein Stilproblem, das ist ein Leistungsproblem. Das ist nicht einfach mal so nice to have, sondern das ist wirklich ein Thema, was wir unbedingt angehen müssen. Jetzt der entscheidende Punkt. Zu diesem Thema. Menschen lesen nicht wirklich, was sie scannen in Sekunden. Und zwar wird das immer, man sagt, immer schlimmer.
Das ist jetzt eine Bewertung, aber es wird immer drastischer. Das heißt, wir nehmen immer weniger Zeit, um wirklich Dinge zu durchdringen. Und jetzt kann ich darüber klagen oder ich kann damit umgehen. Und man sucht da genau drei Dinge, das geht jedem so. Und zwar, warum bekomme ich das? Was ist wichtig davon?
Und was soll ich jetzt tun? Warum bekomme ich das? Wichtig davon? Und was soll ich jetzt tun? Wenn diese drei Dinge nicht sofort klar sind, bist du raus. Dann schaust du dich nicht an. Es geht dir übrigens ganz genauso. So banal. Wenn du die drei Sachen jetzt einfach nur mitnimmst aus diesem Video, ist das auch schon ganz viel, was in Zukunft ändert sich.
Und genau hier machen viele den Fehler. Sie erklären erst alles und sagen am Ende, was sie eigentlich wollen. Das ist genau falsch rum. Die Erwartung in jeglicher Kommunikation gehört immer an den Anfang. Also, was soll jetzt passieren? Danach warum? Und dann, was genau? Wenn du das drehst, veränderst du deine Kommunikation sofort.
Und zwar egal in welchem Kanal. E-Mail ist in der mündlichen Sprache im Meeting, im 1 zu 1, wo auch immer. Und zwar, das ist nicht kosmetisch sondern strukturell. Komplexität entsteht im Kopf des Senders. Einfachheit entscheidet Überwirkung. Und jetzt kommen wir zum dritten Hebel, nach der Einfachheit, der wird oft falsch eingeordnet.
Wirkung. Viele sehen Kommunikation immer noch so, ich sende der andere empfängt. Fertig aber das ist keine Kommunikation das ist Durchsage Kommunikation beginnt erst da, wo etwas zurückkommt und genau das fehlt in vielen Teams und Unternehmen oder zumindest ist zu gering ausgeprägt. Wenn Mitarbeiter sagen, die Kommunikation ist schlecht, dann meinen sie oft nicht, ich bekomme zu wenig Infos sondern ich werde nicht gehört.
Neben dem, was ich vorher gesagt habe, dass es nicht klar ist oder zu komplex ist und nicht zielgerichtet ist. Aber eben, es geht ja nicht mehr darum zu senden, sondern um Verstehen und Reagieren Die entscheidende Frage ist, was passiert mit dem, was du hörst. Was passiert mit dem, was du als Rückmeldung hörst?
Salesforce, das weltweit große IT-Unternehmen, zeigt in Studien Menschen, die sich gehört fühlen sind deutlich leistungsbereiter. Keine Überraschung. Und umgekehrt passiert aber Folgendes Wenn Menschen reden und nichts passiert, werden sie... Leise still, hören auf, nicht sofort, aber Schritt für Schritt. Und irgendwann bekommst du keine echten Informationen mehr und dann bricht die Führung weg.
Und die Leute klagen über schlechte Kommunikation. Das ist spannend. Also dieser Zusammenhang der ist wirklich extrem relevant aus meiner Erfahrung. Ich mache das ja schon eine Weile. Aber auch gar nicht so eingeschätzt, da das eben nicht unmittelbar meistens ist, sondern so schrittweise passiert. Ich höre zu wenig zu, wir machen zu wenig mit dem, was zu uns kommt, hören die Leute auch weniger zu und sagen dann, okay, wir werden nicht entsprechend informiert und die Kommunikation ist schlecht.
Spannender Zusammenhang. Also wenn du da mehr wissen willst, übrigens, wir können da gerne mal eins zu eins drüber reden. Aber genau deshalb ist die entscheidende Frage, was passiert sichtbar mit dem, was du hörst? Wird es aufgegriffen wird etwas geändert oder versandet es? Und das kannst du steuern, indem du zwei Dinge machst.
Du verstehst wirklich, was gemeint ist. Und du zeigst was daraus folgt also was du damit machst, was sich ändert, was gleich bleibt, aber bewusst. Und ganz konkret, frag am Ende zurück, was bedeutet das jetzt konkret für dich? Oder was machst du jetzt anders? Oder was macht ihr jetzt anders? Und dann sammelt man das vielleicht.
Dann hör zu, in der Antwort siehst du, ob es wirkt Das ist Kommunikation, alles andere ist nur Senden. Also ich mache das übrigens immer in Workshops auch. Das Thema ist praktisch immer, dass ich immer die Commitments am Ende abhole. Was macht ihr jetzt mit dem, was wir jetzt alles erarbeitet haben im Laufe des Tages?
Was setzt ihr sofort konkret um für euch selber persönlich? Das ist ein Teil dieser ganzen Geschichte. Das ist nicht, ich gebe Wissen weiter, Einbahnstraße sondern sagen Okay, wir hören, was wir damit tun, als ein Beispiel. Das kann jetzt bei dir ein bisschen anders auch sein. Kommunikation ist nicht das Problem, es zeigt nur, wo deine Führung noch unscharf ist.
Und genau da geht es weiter. Wenn Klarheit der Hebel ist, dann ist die nächste Frage ganz klar, wie schaffe ich es, Erwartungen so zu setzen, dass daraus echte Verantwortung entsteht? Und genau das schauen wir uns im nächsten Video an. Du findest den Link hier irgendwo, rechts oder links oben, wie du klare Erwartungen setzt, die Verantwortung im Team erzeugen.
Klick dafür einfach und dann sehen wir uns dort. Bis dann.