Wenn du als Führungskraft abends müde bist, ist das normal. Wenn du aber schon am Vormittag das Gefühl hast, du bist eigentlich durch für den Tag, dann läuft etwas falsch. Und selbst wenn du nicht müde bist, kennst du diesen Effekt dass deine Klarheit und Entscheidungsqualität im Laufe des Tages einfach nachlassen?
Du funktionierst noch, aber nicht mehr auf deinem Niveau. Und genau da liegt das Problem. Nicht Zeit, sondern Energie. Das Entscheidende ist, Energie entscheidet darüber, wie wirksam du bist, nicht wie viel du arbeitest. In diesem Video geht es deswegen um drei Dinge. Erstens warum die meistens Führungskräfte ihre Energie am falschen Ort verlieren.
Wie du diese versteckten Energievampire, so nenne ich das, systematisch eliminierst. Und drittens, welche fünf Hebel dafür sorgen, dass du nicht nur länger durchhältst, sondern deutlich wirksamer führst. Bevor wir da reingehen, lass uns einen zentralen Denkfehler klären. Die meisten Führungskräfte glauben, ihr Problem sei Zeit.
Du hast nie genug Zeit, es ist immer alles zu wenig, was du da reintun kannst, zu viele Meetings zu viele Themen, viele Stunden. Aber schau dir deinen Alltag an. Es gibt Tage in genau gleicher Zeit und du bist komplett klar fokussiert Gute Entscheidungen und es gibt Tage, gleiche Struktur und du bist früh schon nicht mehr wirklich drin.
Der Unterschied liegt nicht in der Zeit, sondern daran, wie viel Energie in diesem System überhaupt zur Verfügung steht. Und übrigens, das kenne ich bestens aus eigener Erfahrung. Geht mir ganz genauso. Also von daher völlig normal. Wenn du dir Analysen von Microsoft anschaust also einem der größten Software- und Arbeitsforschungsumfelder weltweit, so kann man das sagen, dann siehst du, Mitarbeitende werden im Durchschnitt alle 40 Sekunden unterbrochen.
40 Sekunden, das finde ich enorm übrigens. Und gleichzeitig zeigt Forschung der University of California Irving, das ist eine der größten Universitäten im Bereich der Arbeits- und Verhaltensforschung, nach so einer Unterbrechung brauchst du im Schnitt 20 Minuten, um wieder wirklich fokussiert zu arbeiten.
Ich finde das sehr stark, die Zahlen 40 Sekunden unterbrochen, 20 Minuten wieder reinkommen, aber trotzdem, sie zeigen eines, dein Alltag ist strukturell so gebaut, dass er Energie zerstört. Das ist bei den meisten so. Und genau deshalb fühlen sich viele Führungskräfte beschäftigt aber nicht wirksam. Viel Aktivität, aber zu wenig echte Wirkung.
Vielleicht kommt dir das bekannt vor. Und jetzt wird es interessant, weil es im Kern ziemlich einfach ist. Du hast immer zwei Hebel, genau nur zwei. Du kannst Energie aufbauen oder du kannst verhindern dass sie verloren geht. Die meisten machen nur das Erste. Ein bisschen besser schlafen, das kennt jeder.
Ein bisschen gesünder essen, kennt auch jeder. Aber die eigentlichen Energieverluste im Alltag die bleiben unangetastet. Und genau deshalb bringt das oft so wenig. Du optimierst das Falsche. Und ganz kurz an dieser Stelle. Ich habe zu dem Thema grundsätzlich ein PDF zusammengestellt Sieben versteckte Führungsfehler, die dir jeden Tag massiv Zeit und Energie stehlen.
Wenn du das haben willst, schreib einfach Fehler in die Kommentare, dann checke ich dir das rüber. Und genau mit diesem Blick schauen wir uns jetzt die fünf Hebel an, die im Alltag wirklich den Unterschied machen. Hebel Nummer 1. Starte nicht mit Energie Minus in den Tag. Starte nicht mit Energie Minus in den Tag.
Was meine ich damit? Die meisten Führungskräfte starten ihren Tag nicht bei Null sondern im Minus Zu wenig Schlaf, direkt ins Handy, Sofortreaktion auf Themen von draußen und bevor du überhaupt bewusst gestartet bist, hast du schon Energie verloren. Ich sehe das immer wieder. Dass Führungskräfte eigentlich schon in den ersten 30 bis 60 Minuten energetisch abfallen, ohne es bewusst zu merken, kommt dir vielleicht bekannt vor.
Wenn du dir Forschung aus den National Institutes of Health anschaust das ist die größte medizinische Forschungsorganisation der USA, dann wird ziemlich klar, Schlafmangel reduziert Aufmerksamkeit, Entscheidungsqualität und Selbstkontrolle. Das gibt es übrigens auch viele andere Studien dazu. Das heißt übersetzt, du startest nicht neutral, du startest unter deinem Leistungsniveau und merkst das vielleicht nicht mehr.
Man merkt das eben oft nicht. Aber meine Qualität und Freude leidet darunter Genau deshalb ist dieser Hebel so entscheidend. Es geht nicht darum, irgendwie zu starten Das ist das Wichtige. Sondern darum, deinen Energieverlust bewusst hochzusetzen bevor... Sorry, den Energielevel natürlich bewusst hochzusetzen, bevor überhaupt du in den Tag startest.
Schlaf als Basis Natürlich kennen wir alle Ernährung die die Stabilität nicht hoch und runter und vor allem mentale Ausrichtung. Also ganz konkret, was sind heute die ein bis zwei Dinge, die wirklich zählen? Weil das folgende dein Gehirn arbeitet zielgerichtet Wenn du ihm kein Ziel gibst, reagiert es einfach auf das, was reinkommt.
Und das kostet Energie. Was ich dir empfehle, was du ab morgen sofort tun solltest, kannst du dir mal überlegen, starte deinen Tag die ersten 20 bis 30 Minuten komplett ohne Input von außen. Bring dich aktiv auf ein hohes Energielevel, körperlich und mental, bevor du in den Tag gehst. Das ist kein Nice-to-have, das ist die Grundlage für deinen ganzen Tag.
So, kommen wir zum Hebel Nummer 2. Starte proaktiv nicht reaktiv. Starte proaktiv nicht reaktiv Das ist ein Lieblingsthema von mir. Denn die meisten verlieren ihre Energie in der ersten Stunde. Nicht, weil sie zu wenig machen, sondern weil sie das Falsche machen. Sie reagieren, Mails Nachrichten Rückfragen usw.
das kennst du und damit fragmentierst du deine Energie sofort. Ich sehe das extrem häufig bei Führungskräften, die den ganzen Tag durcharbeiten und sich trotzdem wundern, warum sie nicht vorankommen oder jedenfalls nicht genügend vorankommen. Ein spannender Punkt aus der Forschung dazu übrigens, Theresa Amabile, Professorin an der Harvard Business School, hat mit dem sogenannten Progress Principle gezeigt, dass erlebter Fortschritt einer der stärksten Treiber für Motivation und Energie ist.
Das heißt, wenn du morgens etwas voranbringst Steigt deine energie wenn du reagierst sinkt sie übrigens das ist auch ein thema in der teamführung also viele teams die arbeiten an dingen und merken nicht genug dass sie vorankommen ich sage immer wieder ein ganz wichtiges thema schaffe kleine erfolge also das nur noch so am rande ist nicht nur für eine person sondern für ein team und das genau deshalb ist der hebel hier starte mit etwas das du selbst steuerst Erst gestalten dann reagieren.
Was ich dir konkret empfehle, block dir jeden Morgen mindestens 30-60 Minuten für eine Aufgabe, die echten Fortschritt bringt, bevor du irgendeine Mail öffnest oder was anderes. Wenn du das nicht tust, bist du den ganzen Tag am Hinterherlaufen. Kommen wir zum Hebel Nummer 3. Bring deine Energie schnell wieder hoch.
Bring deine Energie schnell wieder hoch. Du wirst nicht den ganzen Tag eben auf Top-Level sein. Das ist keiner, das bin ich auch nicht. Niemand ist das. Das ist normal. Energie ist nicht konstant. Die Frage ist, wie schnell kommst du wieder hoch? Wenn es runter geht, wie schnell geht es wieder hoch? Viele merken, dass ihre Energie fällt und machen einfach weiter.
Und genau daran steht dieser Effekt den viele kennen. Du bist noch da, aber nicht mehr wirklich klar dabei. Ich erlebe das. Gar nicht selten in Gesprächen dass Führungskräfte das gar nicht aktiv steuern, sondern einfach durchziehen. Was hier hilft, sind einfache aber bewusst eingesetzte Dinge, die du vielleicht sogar kennst.
Natürlich Bewegung, kurzer Wechsel der Umgebung ein bewusster Fokuswechsel. Gerade dieser Fokuswechsel übrigens kann sehr gut helfen, weil dein Zustand immer eine Kombination aus Körper und Aufmerksamkeit ist. Und wenn du das nicht steuerst übernimmt dein Alltag. Was ich konkret empfehle, baue dir zwei bis drei feste Reset-Punkte in deinen Tag ein, an denen du bewusst rausgehst dich bewegst oder deinen Fokus neu setzt.
Wenn du das nicht aktiv einbaust, passiert es nicht. Übrigens Fokus neu setzen. Habe ich selber sehr gute Erfahrungen, dass man die Input-Kanäle neu ändert. Also wenn ich die ganze Zeit zum Beispiel am Computer eine längere Zeit arbeite, dass ich dann zwischendurch mal ein Audiobuch weiterhöre für fünf Minuten oder so.
Das sind Fokus-Sätzen. Wenn ich gerade Meetings hatte, dass ich dann etwas ganz anderes mache, zum Beispiel konzentriert an irgendwas arbeite. Dass diese anderen Fokus-Punkte setzen und das trägt aus meiner Erfahrung und auch aus der Forschung sehr stark dazu bei, dass man schnell wieder auf ein höheres Energie-Level kommt.
So, kommen wir zum Hebel Nummer vier. Arbeit in Energiezyklen, nicht im Dauerbetrieb. Ganz wichtiges Thema, Energiezyklen. Viele Führungskräfte arbeiten eben im Dauerbetrieb. Back-to-back-Meetings keine echten Pausen und halten das eben für Leistungsfähigkeit. Ich sehe das extrem oft, gerade bei engagierten Führungskräften.
Übrigens diese Back-to-back-Meetings haben ja auch den anderen Nachteil, dass man die nicht vor- und nachbereiten kann, die Meetings und dann sind die Leute gar nicht richtig dabei. Das ist noch ein eigenes Thema. Aber allein für den Energiehaushalt ist das katastrophal. Das unterschätzen viele. Wenn du dir Forschung zur sogenannten Decision Fatigue anschaust, also Entscheidungsmüdigkeit unter anderem von Ray Baumeister, einem der bekanntesten Psychologen in diesem Bereich, dann wird klar, mit jeder Entscheidung sinkt deine mentale Energie.
Und die Qualität deiner nächsten Entscheidung. Das heißt, du arbeitest weiter aber auf einem immer niedrigeren Niveau Also eine Entscheidung, die du um 18 Uhr abends wenn du schon müde bist, triffst zum Beispiel, ist selten eine gute Entscheidung. Höchstens zufällig. Deswegen sage ich immer, späte Meetings mit Entscheidungen Möglichst vermeiden.
Deshalb, wie man da aber trotzdem dann oben auf dem Energielevel bleibt, du brauchst Zyklen dafür. Fokusphasen und bewusste Pausen nicht als Nice-to-have, sondern als Voraussetzung für Leistung. Ein ganz einfaches Beispiel dafür ist die Pomodoro-Technik hast du vielleicht mal gehört. Pomodoro wie die Tomate auf Italienisch.
25 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause. Und das in klaren wiederkehrenden Rhythmen. Kannst du nachlesen wenn du es nicht kennst. Pomodoro-Technik sehr bekannt geworden. Konkrete Empfehlung, plane deinen Tag in klaren Blöcken und setze dir noch spätestens 60 bis 90 Minuten oder eben Pomodoro 25 Minuten, am besten, was bei dir passt.
Eine bewusste Pause, auch wenn du das Gefühl hast, du könntest noch weitermachen, weil genau dann... Brauchst du diese Pause am meisten. Das ist ein Punkt. Übrigens auch eigene Erfahrung. Seit ich das anwende an Tagen, wo ich sehr viel konzentriert arbeite, habe ich diese Pomodoro-Timer auch laufen. Ich bin definitiv länger mental fit im Laufe des Tages, als wenn ich das nicht mache.
Und selbst wenn man zu Beginn immer merkt man hat ja noch hohe Energie, wieso soll ich jetzt schon wieder 5 Minuten Pause machen und etwas anderes tun? Trotzdem, es wird im Laufe des Tages, hält man dadurch die Energie höher. Meine eigene Erfahrung und die Forschung bestätigt das. Also das noch dazu.
Jetzt kommen wir noch zum Hebel Nummer 5. Eliminiere Energievampire und zwar radikal. Das ist der größte Hebel und der unbequemste Energievampire. Meetings ohne Klarheit, ständige Unterbrechungen, Themen, die eigentlich gar nicht bei dir liegen, sind alles Energievampire Ich erlebe das wirklich immer wieder regelmäßig, dass Führungskräfte sagen, nach bestimmten Meetings oder Gesprächen und so Sind sie komplett leer, also keine Energie mehr, obwohl der Tag eigentlich noch voll vor ihnen liegt.
Und genau das zeigt, wie stark solche Situationen Energie ziehen, ohne dass man es wirklich vorher einkalkuliert. Und jetzt kommt der Punkt, der etwas unangenehm ist. Es sind nicht nur Strukturen oder Meetings. Es sind auch Menschen, Menschen, die dir Energie ziehen, rausziehen, Gespräche nach denen du merkst du bist leer.
Du kennst die wahrscheinlich, wenn man darüber nachdenkt. Es gibt so Leute in deinem Leben, können auch im privaten Umfeld sein. Das ist kein Vorwurf, das ist eine Realität in vielen Organisationen Die entscheidende Frage ist nur, wie gehst du damit um? Das Problem ist nicht, dass es diese Menschen gibt.
Das Problem ist, dass viele Führungskräfte keine klare Entscheidung treffen, wie oft und in welchem Kontext sie mit ihnen arbeiten. Und genau da liegt ein riesiger Hebel. Nicht, was mache ich effizienter sondern warum gibt es das überhaupt noch und in dieser Form? Wenn du dir das anschaust, was wir vorher hatten, Unterbrechungen in Minuten, Tag 20 Minuten, Refokus und so weiter, dann wird klar, wie teuer diese Dinge wirklich sind.
Nicht in Zeit, sondern Energie und wie viele Organisationen sind genau so gebaut, dass Arbeit die eigentliche Arbeit verhindert. Das ist ein spannender Punkt dabei. Das heißt, man fühlt sich busy, aber eigentlich die richtige Arbeit verhindert es. Was ich dir konkret empfehle, nimm dir diese Woche 30 Minuten, identifiziere die zwei bis drei größten Energiefresser in deinem Alltag und ja...
Dazu können auch Menschen gehören. Und entscheide ganz bewusst, was du davon eliminierst, reduzierst oder anders strukturierst und triff eine echte Entscheidung nicht nur eine gedankliche.