Es gibt ein Paradox in vielen Unternehmen. Die wichtigsten Themen für die Zukunft sind strategische Themen, aber die meiste Zeit verbringen Führungskräfte mit operativen Themen. Das ist nicht nur ein Gefühl. Übrigens in einer internationalen CEO-Studie sagen 43% der CEOs selbst, dass sie zu wenig Zeit für langfristige Strategie haben.
Ich finde diese Zahl übrigens noch erstaunlich niedrig Aus meiner Erfahrung sind das mehr. Das heißt aber, die Menschen, die eigentlich die Zukunft gestalten sollen, verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, das Tagesgeschäft zu managen. Und so entsteht etwas durchaus Gefährliches. Du arbeitest nämlich den ganzen Tag.
Du löst Probleme, du triffst Entscheidungen. Aber am Ende bewegst du dein Unternehmen oder dein Team. Oft viel zu wenig nach vorne und zwar nicht, weil du in irgendeiner Form schlecht arbeitest oder ineffizient arbeitest, sondern weil viele Führungskräfte im falschen Modus arbeiten. In diesem Video zeige ich dir, warum strategische Themen im Alltag von Führungskräften fast immer untergehen, wie du dich wirklich aus dem operativen Hamsterrad befreist und welche 5 konkreten Schritte dir helfen, wieder mehr Zeit und Energie für echte strategische Gestaltung zu bekommen.
Bevor wir Darüber sprechen, was du konkret tun kannst, sollten wir eine Sache verstehen. Viele Unternehmen funktionieren im Alltag wie eine Feuerwehr. Das kennst du, den ganzen Tag werden Brände gelöscht, ein Kunde hat ein Problem, ein Projekt hängt, ein Mitarbeiter braucht eine Entscheidung oder kommt nicht zur Arbeit, weil er krank ist, ein Lieferant liefert nicht und jedes dieser Themen fühlt sich dringend an.
Natürlich, klar, es ist dringend. Das Problem ist nur, während du Brände löscht, baut ihm niemand das Haus so um, dass es weniger brennt. Und genau das wäre Strategie. Strategie ist nicht das Löschen der Brille, Strategie ist das Verhindern der Nächsten und vor allem auch eine Zukunftsperspektive zu öffnen.
Und wenn man das verstanden hat, wird auch klar, warum strategische Themen so häufig liegen bleiben. Die Frage ist also nicht nur, warum passiert das? Die viel wichtigere Frage ist eine andere. Was kann man konkret dagegen tun? Und genau darauf schauen wir jetzt Schritt für Schritt. Der erste Punkt heißt operatives wirklich abgeben.
Und dieser erste Schritt, der ist unbequem Du musst operatives Geschäft eben abgeben, weggeben. Viele Führungskräfte glauben nämlich, sie hätten bereits delegiert In Wirklichkeit haben sie aber einfach nur eine Aufgabe verteilt Das ist ein Riesenunterschied. Denn die Entscheidungen landen am Ende trotzdem wieder bei ihnen.
Da kommen Rückfragen, da kommen Freigaben oder dieser Klassiker. Kannst du da mal kurz drüber schauen? Ich bin noch nicht ganz sicher. Und das macht man ja dann auch gerne, weil man helfen will und weil man es vielleicht auch schneller lösen kann. Aber genau da beginnt das Problem, denn plötzlich ist man wieder mitten im Tagesgeschäft.
Jetzt kommt der entscheidende Punkt. Strategische Zeit entsteht erst dann, wenn Verantwortung wirklich übertragen wird. Das heißt konkret, du definierst Entscheidungsräume Du sagst klar, was dein Team selbst entscheiden darf und auch entscheiden soll. Und gleichzeitig akzeptierst du, dass nicht jede Entscheidung perfekt sein wird.
Wird sie bei dir auch nicht. Ich zitiere an dieser Stelle immer ganz gerne einen Satz, Führung muss auch Schmerz aushalten können. Wenn dein Team wirklich entscheidet wird es Dinge geben, die anders laufen als du es selber gemacht hättest. Das gehört dazu. Strategie beginnt deshalb oft mit einem Schritt, der sich erstmal falsch anfühlt Kontrolle abgeben.
Und zwar wirklich abgeben. Fällt mir übrigens selber auch sehr, sehr schwer. Und wenn dieser Raum einmal entsteht kommt automatisch die nächste Frage auf. Was bedeutet strategische Entwicklung überhaupt? Nehmen wir einmal an, du hast dir tatsächlich Zeit freigeschaufelt Dann passiert etwas Interessantes.
Viele Führungskräfte wissen gar nicht so genau, woran sie strategisch eigentlich arbeiten sollen. Das sehe ich immer wieder. Und dann passiert häufig Folgendes. Strategie wird zur Fortschreibung der Vergangenheit Man optimiert ein bisschen und Man verbessert hier etwas, man startet dort ein Projekt, das fühlt sich alles sinnvoll an, aber es ist doch keine echte strategische Entwicklung.
Strategische Arbeit beginnt nämlich mit einer sehr einfachen Frage und die klingt fast banal. Was ist in drei Monaten besser als heute? Oder in drei Jahren? Oder in einem Jahr? Also ganz konkret, was haben wir erreicht? Was funktioniert besser? Woran würde man erkennen, dass wir wirklich einen Schritt nach vorne gemacht haben?
Wenn du darauf keine klare Antwort hast, wird Strategie automatisch verdrängt. Dann gewinnt wieder das operative Geschäft, weil dort immer sofort klar ist, was zu tun ist. Das macht es so angenehm. Und wenn diese Klarheit da ist, dann kommt der nächste wichtige Punkt. Wähle die Schlachten, die du gewinnen kannst.
Ein Fehler, den ich häufig beobachte, ist folgender Viele Führungskräfte nehmen sich strategisch nicht sofort die größten Themen vor. Neue Märkte neue Geschäftsmodelle große Transformationen Da passiert erstaunlich wenig. Nicht, weil die Idee schlecht wäre, sondern weil die Umsetzung unglaublich komplex wird.
Strategie braucht nämlich Momentum und Momentum entsteht durch sichtbare Erfolge. Deshalb ist es oft klüger, sich zunächst strategische Themen vorzunehmen, bei denen du eine realistische Chance hast, wirklich Fortschritt zu erzeugen Das gilt insbesondere, wenn du jetzt zum Beispiel nur ein Team führst, so einen kleinen Bereich.
Also das sind Schlachten, die du gewinnen kannst und dich nicht verzetteln in Dingen, die viel zu langfristig sind. Wenn dein Team merkt dass sich etwas bewegt dass Ergebnisse entstehen dann wächst das Vertrauen. Vertrauen in die Richtung und Vertrauen in die eigene Fähigkeit. Ganz wichtig als Thema. Und Dinge tatsächlich zu verändern, darin entsteht auch Vertrauen.
Und genau dieses Vertrauen brauchst du später, Auch größere strategische Themen erfolgreich anzugehen. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Strategie braucht natürlich Meilensteine. Meilensteine. Strategie scheitert nämlich selten an der Idee. Strategie scheitert meistens an der Umsetzung. Das hatte ich auch schon gesagt.
Und das hat einen einfachen Grund. Strategische Themen bleiben häufig zu abstrakt. Dann hört man Sätze wie, wir wollen innovativer werden oder wir wollen stärker wachsen oder wir wollen uns strategisch weiterentwickeln. Das klingt alles schön gut und richtig. Aber wenn man dann fragt was konkret nächste Woche anders passiert, wird es plötzlich schwierig.
Deshalb brauchen strategische Themen klare Meilensteine Nicht irgendwann in drei Jahren, sondern relativ kurzfristig. Was ist in vier Wochen erreicht? Was ist in acht Wochen sichtbar anders? Denn erst wenn Fortschritt... Sichtbar wird, bekommt Strategie auch Energie, dann merken Menschen im Unternehmen, hier bewegt sich etwas, und zwar wirklich.
Und damit sind wir beim nächsten Punkt. Das ist ein Aspekt der oft unterschätzt wird. Emotionen in strategische Themen bringen. So ein wichtiges Thema. Operative Themen haben nämlich einen riesigen Vorteil. Sie fühlen sich wichtig an. Du löst ein Problem, du arbeitest etwas ab, du bekommst sofort Feedback.
Es gibt also eine direkte Belohnung in unserem System. Strategische Themen funktionieren anders. Dort dauert es länger, bis die Ergebnisse sichtbar werden. Und genau deshalb bleiben sie im Alltag so oft liegen. Wenn du Strategie wirklich voranbringen willst, musst du deshalb Emotionen reinbringen Ganz wichtig, wird oft vergessen.
Das bedeutet, du musst klar machen, warum dieses Thema wichtig ist, warum es für die Zukunft des Unternehmens relevant ist und warum es sich lohnt Energie hineinzustecken. Strategie funktioniert nämlich nicht nur über Argumente. Strategie funktioniert über Bedeutung. Und wenn Menschen diese Bedeutung wirklich verstehen, dann entsteht auch Commitment.
Und genau an dieser Stelle spielt auch ein Mechanismus eine Rolle den viele komplett unterschätzen. Der Aufzinsungseffekt Strategische Versäumnisse fühlen sich am Anfang harmlos an. Wenn du heute nichts veränderst passiert morgen noch nichts Dramatisches und oft auch nächstes Jahr noch nicht.
Strategie funktioniert aber ein bisschen wie Zinseszins. Lange sieht man kaum einen Effekt, das ist so eine Kurve und dann irgendwann sehr deutlich geht es nach oben. Viele Unternehmen verschwinden nicht plötzlich, sie verlieren über Jahre langsam an Anschluss Schritt für Schritt. Und irgendwann merkt man, dass andere längst vorbeigezogen sind.
Dafür gibt es Beispiele zuhauf. Genau deshalb ist strategische Entwicklung kein Thema, das man irgendwann einmal erledigt. Es ist etwas, das man bewusst immer wieder auf die Agenda holen muss. Und genau an diesem Punkt scheitern viele Strategien. Nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Das hatte ich schon immer wieder gesagt.
Und die Umsetzung beginnt immer bei einer Sache deinem Selbstverständnis als Leader. Warum genau dort der eigentliche Hebel liegt. Und warum so viele Strategien genau daran scheitern, zeige ich dir im nächsten Video. Der wahre Grund für das Scheitern von Strategien, den kaum einer kennt. Klick einfach hier auf das Bild und schau dir das nächste Video an.
Wir sehen uns dort.